VR-Beratung ein experimentelles Projekt

Wie kam es zu diesem Projekt?
Im Spätsommer 2020 sitze ich mit einem sehr guten Freund auf dem Gehweg vor dem Haus. Es ist einer dieser lauen Sommerabende, an dem es sich lohnt draußen zu sein um das Leben auf sich zukommen zu lassen. Die Sonne hat die großen Steinplatten unter uns und die Hauswand hinter uns den ganzen Tag über mit Wärme betankt und so ist es auch in der ganz langsam einsetzenden Abkühlung der Nacht immer noch wohlig warm. Ein Getränk auf dem Tischchen zwischen uns unterhalten wir uns und schauen auf die Menschen, die vorbeikommen. Es ist eine der vielgenutzten Fahrradstraßen Hamburgs und so kommen immer wieder nicht nur Menschen, sondern auch gemeinsame Bekannte und Freunde des Weges und bleiben für nen kurzen Schnack oder auf ein Getränk.

Einer dieser Bekannten erzählt mir an diesem Abend von seiner Weiterbildung als systemischer Berater und dass er mit dem Weiterbildungsinstitut gar nicht zufrieden sei. In den Monaten des Lockdown gäbe es fast nur Unterricht in Form von Videokonferenzen. Dies läge aber nicht an den Kontaktbeschränkungen, sie hätten einfach nicht genug Räume und würden daher die Notlösung „Videochat“ einfach als „Zukunft der Beratung“ verkaufen.

Dieser Ausspruch, die „Zukunft der Beratung“ ging mir in den nächsten Tagen nicht aus dem Kopf. Mir erschien es widersinnig die Zukunft der Beratung in einer Technologie zu sehen, die ich schon seit Jahrzehnten kenne.

Und so schaue ich mir in den nächsten Tagen an, was YouTube zum Thema Virtual Reality zu sagen hat. Was da wie, mit welchen Programmen möglich scheint und welche Technik es dafür braucht. Als Einstieg vielleicht nicht die allerbeste Idee, denn die schier endlose Vielfalt ist erschlagend und verwirrend. Wo soll man denn da Anfangen…

Verwirrung pur. Was braucht man um in VR beraten zu können

Letztlich finde ich ein Video über eine Social App, in der Kids miteinander herumalbern und mit einem Basketball werfen und andere Gegenstände bewegen. So etwas suche ich, also los…

Dann ein Gang durch einen Elektro-Fachmarkt und zum ersten Mal im Leben habe ich das Gefühl von der Auswahl an Technik überfordert zu sein. Ich steh wie ein Ochs vorm Berge und ein Verkäuferversucht mich zu beraten.
Das ist zu viel. Ich ergreife die Flucht. Mir irgendwas aufschwatzen lassen von dem ich nicht versehe was mir aufgeschwatzt wird. Nein Danke. Dann lieber das gute alte DIY or die. Einfach eine Brille gebraucht kaufen für die man keinen Gaming-PC braucht und selbst loslegen. Schon ganz kurz danach kaufe ich eine zweite Brille und suche über ein lokales Netzwerk Menschen, die bereit sind mit mir neue Wege zu gehen:

Aufruf zur Mitarbeit bei meinem Projekt:

Wer hat Intersse an einem besonderen Beratungstermin?
von Stefan Wierzbitza

Für das Ende meiner 2 jährigen Weiterbildung zum systemischen Berater plane ich ein besonderes Abschlussprojekt. Ich beschäftige mich seit einigen Wochen mit der Möglichkeit systemischer Beratung im virtuellen Raum, da VR im Gegensatz zu anderen Formen der digitalen Beratung wie z.b. Videochat einige Vorteile bietet.

Wer hat Interesse einen kostenfreien Beratungstermin bei mir wahrzunehmen? Mögliche Themen sind:

.berufliche oder private Fragen
.Konflikte
.Unterstützung in Krisen

Es braucht keine besonderen Kenntnisse und auch kein Equipment, ich werde Alles stellen und der Beratungstermin wird ganz normal in meinem Beratungsraum durchgeführt. Es reicht vollkommen ein Anliegen und etwas Neugier auf virtuelle Welten mitzubringen 🙂 Natürlich besteht jederzeit die Möglichkeit zum Wechsel in eine normale face-to-face Situation.

Auf diesen Aufruf für das Projekt haben sich einige Menschen gemeldet, mit denen ich in den letzten Wochen ausprobieren durfte wie sich Beratung in VR anfühlt. Ich danke ganz besonders einer Klientin, die mir gestattet hat eine Einzel-Sitzung mit ihr aufzunehmen und diese zu veröffentlichen:

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