Harold Garfinkel – Ethnomethodologie

Gerade durch meine Ohren geschwappt und für empfehlenswert befunden, die Podcastepisode “Der Mensch und seine Rollen – Garfinkels Experimente”. Leider nur 16 Minuten kurz, aber trotzdem sehr hörenswert.

Harold Garfinkel war ein amerikanischer Soziologe. Er sah die uns umgebende Wirklichkeit als sehr unwahrscheinlich. Die Regeln, die Gewissheiten und Sicherheiten, die uns durch den Alltag leiten und unsere Kommunikation bestimmen, sind alles andere als selbstverständlich.

Er stützte seine These und deckte diese selbstverständlichen und letztlich doch so unwahrscheinlichen Alltagsregeln auf, indem er mit Hilfe seiner Studierenden “Krisenexperimente” durchführte. So waren seine Studierenden aufgefordert in alltäglichen Situationen nicht alltägliche Handlungen zu vollziehen, z.B. indem Alltagsfloskeln wie die Frage nach dem “wie gehts?” wörtlich genommen wurden, bzw. genau nachgefragt wurde, was eigentlich damit gemeint sei.

Garfinkels ethnomethodologischer Ansatz führt auf soziologischer Ebene, genau wie konstruktivistische Überlegungen zu der Erkenntnis: so wie es ist ist es gemacht … und es kann auch anders gemacht werden.